Von Glasfaser, Landärzten und Umgehungen

Sendker und Laumann schwören CDU-Basis auf Wahl ein

Es sind nur noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl, und die Parteien befinden sich längst im Wahlkampfmodus. Um die eigene Basis bestmöglich zu mobilisieren, hat die Senioren-Union Beelen eine öffentliche Infoveranstaltung über die Leitthemen Bildung, Sozialpolitik und Arbeitswelt organisiert. Mit dabei waren Landesminister Karl-Josef Laumann sowie der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker.

Laumann lobte nicht nur Kanzlerin Angela Merkel, sondern vor allem die Stärke der deutschen Wirtschaft: „Jedes dritte Produkt, das auf der Welt produziert wird, kommt aus Deutschland. Wir sind die stärkste Industrienation Europas.“ Um diesen Status zu halten, sollen Arbeitnehmer besser auf digitale Entwicklungen vorbereitet werden: „Da sind wir und der Staat gefordert“, erklärte der Landesminister den interessierten Zuhörern.

Die Ausbildung von Landärzten war ein weiteres Anliegen Laumanns: „Wir wollen Medizinstudenten früh dazu verpflichten, auf dem Land zu arbeiten –denn dort werden sie dringend benötigt.“ Auch der Aufbau einer zweiten Universitätsklinik in Westfalen stand zu Debatte: „Sieben Kliniken gibt es im Rheinland und nur eine in Münster. Wie wäre es mit einer zweiten in OWL?“, stellte Laumann als Anregung in den Raum.

Weiteren Schwerpunkten widmete sich Reinhold Sendker, amtierender Bundestagsabgeordneter und aktueller Wahlkandidat der CDU im Kreis. Das Thema Infrastruktur stand bei ihm oben auf der Agenda: „Wir brauchen mehr Umgehungsstraßen. Seitdem eine in Westkirchen gebaut wurde, gibt es dort kaum Unfälle.“ Auch er lobte die Kanzlerin: „Vor zwölf Jahren war Deutschland der kranke Mann Europas. Dank Angela Merkel konnten die Arbeitslosenzahlen von fünf auf zwei Millionen gesenkt werden. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass das so weitergeht.“ Um den Prozess zu unterstützen, plant die CDU bis 2025 einen flächendeckenden Ausbau der Glasfasernetze.

Joachim Fomm, Vorsitzender der Senioren-Union, zeigte sich zufrieden über die rege Teilnahme an der Infoveranstaltung im Gasthaus „Zum Holtbaum“ am Freitagnachmittag. Er dankte den Gastrednern und dem Publikum, das im Anschluss an die Vorträge kritische Fragen über die Medizinversorgung sowie Armut stellte.

Nach oben