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04.04.2014, 18:43 Uhr | Die Glocke, Redaktionsmitglied Julia Stempfle Übersicht | Drucken
CDU-Antrag sorgt für Zündstoff zwischen den Parteien

Beelen (gl). Anschuldigungen, erhitzte Gemüter und ein Ratsmitglied, das die laufende Sitzung verließ: Für Zündstoff hat der CDU-Antrag, einen Architektenwettbewerb zur Umbauplanung des Hauptschulgebäudes auszuschreiben, gesorgt.


Mit den gleichen Gründen wie bereits in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses war der CDU-Antrag von der FWG-Mehrheitsfraktion abgelehnt worden („Die Glocke“ berichtete). Die fasste Claus Ströker bei der Ratssitzung noch einmal zusammen: Ein Architektenwettbewerb koste Zeit und Geld. Zudem gehe der Rat die Verpflichtung ein, den Plan des Gewinners zu 100 Prozent umzusetzen und gebe damit jede Mitgestaltungsmöglichkeit auf. Grundlage für den eingeschlagenen Weg sei ein „einstimmiger Ratsbeschluss“, in dessen Nachgang das Planungsbüro Borgmann vier Konzepte für einen Umbau der ehemaligen Hauptschule vorgelegt hätte.

Die Diskussion befeuerte die Information von Ludger Growe (CDU), dass sich das ebenfalls in Beelen ansässige Architekturbüro Spiekermann mit dem Angebot sowohl an die Gemeinde als auch an die Fraktionen gewandt habe, die bereits vom Büro Borgmann durchgeführte Vorplanung noch einmal, und zwar auf eigene Kosten, durchzuführen, um dann ein eigenes Modell und Angebot für einen VGS-Umbau einzubringen. „Dieses Angebot ist mir nicht bekannt“, zeigte sich Bürgermeisterin Elisabeth Kammann sichtlich überrascht. Auch die Freien Wähler hatten bis zu diesem Zeitpunkt nichts davon gehört. Sowohl CDU als auch SPD und FDP lag das Angebot des Beelener Architekten vor.

„Es kann nur von Vorteil sein, mehrere Vorschläge einzuholen“, betonte Robert Strübbe (CDU). Bettina Papenbrock (FDP) pflichtete bei: „Was spricht dagegen, nach Alternativen zu suchen?“ Zu hoch seien die vom Büro Borgmann ermittelten Kosten von mehr als zwei Millionen Euro, bekräftigte Helmut Suer (CDU). Dass Borgmann immer betont habe, dass die Konzepte auch mit einem geringeren Budget möglich seien, sei wohl vergessen worden, brachte Joachim Hassa (FWG), der sichtlich um Fassung ringen musste, ins Gedächtnis. Und: „Es macht den Eindruck, als wollten Sie dem Architekten unterstellen, die Kosten künstlich in die Höhe geschraubt zu haben.“

Die Entgegnung von Suer („Wenn die vorgeschlagenen Varianten zu teuer sind, müssen wir schauen, ob es ein anderer Architekt besser kann“) waren zu viel für Andreas Borgmann (FWG). Er hatte sich – wie bei jeder anderen Sitzung mit dieser Thematik auch – für befangen erklärt und im Zuschauerraum Platz genommen. Mit den Worten „Es ist nicht mehr auszuhalten“ verließ der Vorsitzende des Bauausschusses den Ratssaal.



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