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24.11.2012 - Die Glocke, Alexandra Edelkötter Übersicht | Drucken

Diskussion aus dem politischen Raum in die Bevölkerung tragen

Infoveranstaltung von „Bürger für Beelen“

Auch in NRW bestehe erheblicher Sanierungsbedarf. „Aktuell sind bei uns 300 Brücken gefährdet. Da kommen jährliche Kosten von 350 Millionen Euro auf die Landesregierung zu“, bilanzierte Janning. Neubauprojekte würden daher noch kritischer durchleuchtet und einer neuen Kosten-Nutzen- Rechnung unterzogen. „Dies fällt für unsere Ortsumgehung aber sehr günstig aus“, warf Hartmeier ein. Das habe ihm der Landesbetrieb Straßen.NRW bestätigt. „Die stehen weiter voll hinter der B 64n“, sagte er und forderte selbiges auch von den Beelener Bürgen. Und von den Politikern: „Der Rat sollte eine Resolution verfassen, um zu zeigen, dass die Ortsumgehung in der Gemeinde einen hohen Stellenwert besitzt.

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Das Land NRW habe die Ortsumgehung Beelen nicht auf die Prioritätenliste 2011 gesetzt, erklärte Daniel Janning. Deshalb sei sie im Bundesverkehrswegeplan als nachrangig eingestuft worden. Bild: IHK
Die Glocke, Alexandra Edelkötter - Günter Wittkowski von der Bürgerinitiative „Pro 64n“ in Herzebrock-Clarholz mahnte, dass die Diskussion aus dem politischen Raum in die Bevölkerung getragen werden müsse. Nur so könnte man Druck auf die Verantwortlichen ausüben. „Es gibt viele Befürworter des Projekts“, mutmaßte er. Doch diese „stille Mehrheit werde von den lauten Gegnern“ überstimmt.

Dass es auch in Beelen kritische Stimmen gibt, wurde am Mittwoch schnell deutlich. „Wie sollen wir uns für eine Straße einsetzen, deren Dimensionen wir nicht wirklich kennen? Welche Auswirkungen wird diese Mega-Straße auf unser vorhandenes Wegenetz haben? Welche Kosten kommen auf uns zu? Was passiert mit der alten B 64? Wo sollen zukünftig Schulbusse und Trecker fahren?“ Fragen, die am Mittwoch noch niemand beantworten konnte.

Fragen, die aber berechtigt sind, wie Manfred Ransmann von Straßen. NRW gegenüber der „Glocke“ bekräftigte. Denn, so der Fachmann, eine Straße dieser Größenordnung stelle einen weitreichenden Einschnitt in die vorhandene Infrastruktur dar. Wo müssen Brücken gebaut werde und wie kann man die Anzahl reduzieren? Wie sollen die kreuzungsfreien Zufahrten ausgestaltet werden? Wie könnte das Projekt mit einer Renaturierung des Axtbaches einhergehen? „Es gibt schon konkrete Überlegungen“, berichtete Ransmann, zurzeit werde aber nicht weiter geplant. Daniel Janning von der IHK ist sicher: „Da die Umgehung weiträumig um Beelen herumführen wird, wird es verträgliche Lösungen geben“

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